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KU- und BJJ-Seminar am 21. und 22. September in Bayreuth
von Steve Mirke
Ich glaube, ich bin an diesem Wochenende das erste Mal mit dem Zug zu einem KU-Seminar gefahren. Es geht! 😊 Die Reise hat dadurch etwas länger gedauert, aber eine längere Reisezeit verschafft auch mehr Zeit für andere Dinge, wie bspw. etwas zu Lesen oder die Chance zu nutzen und einen Tag früher anzureisen um die Zeit mit Freunden zu verbringen. In diesem Fall führte meine frühere Anreise dazu, dass ich den Freitagabend und den Samstagmorgen mit Dinah verbringen konnte. Wer Dinah nicht kennt, sollte das unbedingt nachholen oder kann vorab auch mal nachlesen.
Am ersten Tag des Seminars unterrichtete Olaf Krey die Keri Waza Form. Auch wenn ich sie schon einige Jahre übe, lassen sich immer wieder Details zur Verbesserung finden, wie bspw. den Winkel einer Bewegung zu ändern, die Höhe eines Tritts zu hinterfragen oder die Ausrichtung des Standbeins zu prüfen. Auch bei der Partnerübung gab es ein paar Korrekturen, auf die ich in der kommenden Zeit im Training eingehen werde.
Im Nachhinein dachte ich darüber nach, wie mühselig die Diskussion um die „exakte“ Form oder vergangene (Selbst interpretierte?, Zum damaligen Zeitpunkt verstandene?, …) Varianten oder Ausführungen ist. „Das haben wir aber schon immer so gemacht“, führt auch in der Kampfkunst zu keinem Fortschritt. Ich nehme mir vor, diesen „Fragen“ als Trainierender und als Lehrender weniger Trainingszeit zu geben. Die Frage sollte besser lauten: „Warum übst du es derzeit so?“, denn meistens verfolgt die unterrichtende Person mit der aktuellen Ausführung ein bestimmtes Ziel. Wir sollten akzeptieren, dass es immer verschiedene „Versionen“ einer Form geben wird und immer auch Gründe, warum Person A es auf die eine Weise ausführt, Person B ggf. auf eine andere und zu Zeitpunkt X eine Form wieder ganz anders aussehen kann.
Hier seht ihr ein paar Schnappschüsse von Olaf und Felix zum Ende der Keri Waza Form:
Am zweiten Tag unterrichtete Andreas Seredin „Grundlagen“ am Boden. Einer der ersten Hinweise von Andreas war sich am Boden rund wie ein Ball zu bewegen. Er ergänzte, dass er einen Vorteil darin sieht, wenn er das Gewicht des Gegners auf sich aufladen kann und sich anschließend wie ein Ball weiterbewegt. Mit dieser Taktik kann er auch mit schwereren Gegnern gut arbeiten.
Im Verlauf des Bodentrainings wurde wieder ganz offensichtlich, dass es immer und für alles Möglichkeiten der Gegenwehr gibt. Erfahrene Kämpfer müssen sich allerdings auch mit „Finten“ beschäftigen, denn ab einem gewissen Erfahrungsschatz wissen beide Kämpfer, was der andere wohl als nächstes tun wöllte/könnte. Dann beginnt das Spiel Lücken an Stelle X zu schaffen, um an Stelle Y anzugreifen. Daher keine Sorge, die Übung hört niemals auf!
Danke Olaf und Andreas!