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KU-Seminar mit Sensei Olaf Krey am 13. und 14. Juli 2024 in Gärtringen
von Daniel Escher
Um 10 Uhr am Samstag ging es los mit einem Seminar, dass den Themen Hebeln, Würfen und Würgen gewidmet war und in drei Einheiten mit jeweiliges einer Mittags- und Snackpause bis 17 Uhr geteilt war. Zum Seminar wurde Sensei Olaf Krey (6. Dan im Koryu Uchinadi) eingeladen, der das Training führte und sein Wissen geteilt hat.
Zur Aufwärmung ging es zuerst in 2er Gruppen und man machte bahnenweise Beinstell- Würfe. Danach sollte man versuchen aus einem freien Händeringen in unterschiedliche Hebel überzugehen. Bei der Einheit Hebeln war vor Allem ein Beinstell-Hebel/Wurf im Vordergrund, aber auch Ausgänge aus einem Check-Bridge nach einem Tsuki mit Hebel und den daraus folgenden Würfen bei unterschiedlichen Folgestellungen. Hierbei wurde auch beachtet, bei welchem Stand und in welche Richtung die jeweiligen Hebel und dazugehörigen Würfe bestmöglich durchgeführt werden sollen und wie man mit großen Größen- und Gewichtsunterschieden umgehen kann. Letztendlich wurden auch noch Hebel geübt, die entgegen der vorher erzwungenen Bewegungsrichtung genutzt werden.
Daraufhin wurden bereits gelernte Hebel wiederholt und es wurden Tipps gegeben, wie man diese Hebel noch besser und effektiver einsetzen kann. So wurde zum Beispiel der Armbar verbessert, indem man den Gegner an der eigenen Schulter stabilisiert und den Angriffspunkt am Arm direkt hinter den Ellenbogen verschiebt.
Es wurden ebenfalls Hebel auf dem Boden gelehrt und Übergänge unter den Würgetechniken beigebracht. Dann wurden unterschiedliche Würgen sowohl im Stand als auch am Boden, wobei man sich erneut stark mit dem Größen-, Kraft- und teilweise auch dem Gewichtsunterschied auseinandersetzen musste, da einige Würgetechniken gegen Größere nur selten Wirkung zeigten, musste man sich mit anderen Mitteln zu helfen wissen. Daraufhin gab es noch eine Wiederholungseinheit, in welcher frei die beigebrachten Inhalte wiederholt wurden und auch im Freikampf mit einem Trainingspartner gegeneinander eingesetzt wurden. Geendet hat der Trainingstag mit einer gemeinsamen Dehneinheit.
Der ganze Tag war jedoch auch sehr vom Nachwuchs von Steve und vor allem von Olaf geprägt, da Olaf sein Sohn scheinbar auch schon mit Karate anfangen möchte, indem er versuchte mehrere Karateka zu werfen, umzutakeln oder auch einfach nur auf den auf dem Boden liegenden Trainierenden rumzuhüpfen und rumzuklettern, um ihren Fokus auf das Training zu testen. Dies war auch eine ausgezeichnete Unterhaltung für den Rest der Teilnehmenden. Darüber hinaus waren die beiden Kleinen noch viel am Ballspielen, wo sie fast genauso viel Enthusiasmus zeigten, aber teilweise noch ein wenig Nachholbedarf haben.
Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen mit Olaf beim Perser, guter Stimmung und einigen kaputten Gläsern...
Am Sonntag gab es noch einen zweiten Trainingstag, an dem ich leider nicht teilnehmen konnte. Hier war der Fokus auf Grundlagen und Nyûmon, wobei mir gesagt wurde, dass hauptsächlich die Grund-Katas wiederholt wurden und Olaf und die höhergraduierten Sensei Tipps und Verbesserungsvorschläge gegeben haben. Am zweiten Tag sollen deutlich weniger Teilnehmer anwesend gewesen sein, wodurch die Betreuung sehr sehr gut gewesen sein soll.
Und dank den 2 jüngeren Mitübenden soll es einen hervorragenden Parkour gegeben haben :-)
Während dieses Tages wurden 2 Übende besonders aufmerksam beobachtet, sodass man ihnen zum Ende des Seminar zur bestandenen Prüfung gratulieren konnte. Herzlichen Glückwunsch Felix und Jürgen!
Also auf ein neues Seminar mit genauso viel Training und Trainingsspaß wie an diesem Wochenende. Vielen Dank!